Woran es im Onlinehandel typischerweise hängt
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Der Verkehr stimmt, die Bestellungen nicht
Besucherzahlen sehen ordentlich aus, aber der Anteil, der bestellt, bleibt niedrig. Die Ursache liegt fast nie dort, wo man zuerst sucht: Sie liegt in der Ladezeit der Kategorieseite auf dem Telefon, in einem Pflichtfeld im Checkout oder in einem fehlenden Zahlungsweg — und alle drei sind messbar, bevor man rät.
- 02
Produkt- und Kategorieseiten werden nicht gefunden
Die Startseite rankt für den Markennamen, und das war es. Kategorieseiten haben keinen eigenen Text, Produktseiten übernehmen die Beschreibung des Herstellers, die auf zwanzig anderen Shops genauso steht. Für Suchmaschinen ist das kein eigener Inhalt, und für Antwortsysteme ist es keine Quelle.
- 03
Produktdaten liegen in mehreren Fassungen
Preise stehen im Shop, im Warenwirtschaftssystem und in einer Tabelle für den Marktplatz. Welche Fassung gilt, entscheidet, wer zuletzt gepflegt hat. Falsche Verfügbarkeiten und veraltete Preise sind die Folge — und beide kosten nicht nur Marge, sondern Vertrauen.
- 04
Jede Bestellung wandert von Hand weiter
Bestellung ansehen, in die Buchhaltung übertragen, Lieferschein schreiben, Bestand korrigieren. Bei zwanzig Bestellungen am Tag ist das eine Stunde, bei zweihundert ist es eine Stelle. Der Aufwand wächst dabei genau proportional zum Erfolg — was ihn zur schlechtesten Art von Wachstumsbremse macht.
- 05
Kundenanfragen wiederholen sich und binden trotzdem Zeit
Wo ist meine Bestellung, passt diese Grösse, wie retourniere ich. Dieselben Fragen, jeden Tag, meist ausserhalb der Bürozeiten gestellt und innerhalb beantwortet. Die Antworten stehen fast immer schon irgendwo im Shop — nur nicht dort, wo gefragt wird.
- 06
In KI-Antworten kommt der Shop nicht vor
Immer mehr Kaufentscheidungen beginnen mit einer Frage an ein Antwortsystem statt mit einer Suche. Wer dort nicht als Anbieter genannt wird, verliert den Kontakt, bevor ein Vergleich überhaupt stattfindet — und merkt es nicht, weil in der eigenen Statistik nichts fehlt.
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Geschäftskunden bestellen wie Privatkunden — und wollen es nicht
Wiederkehrende Bestellungen, eigene Konditionen, Sammelrechnung, mehrere Bestellberechtigte: Wer neben Privatkundschaft auch Geschäftskunden beliefert, bildet das im Standardshop meist gar nicht ab. Die Bestellungen kommen dann per Mail und werden von Hand erfasst — ausgerechnet bei der Kundschaft mit den grössten Warenkörben.
- 08
Retouren kosten mehr als der Versand
Eine Rücksendung verursacht Porto, Prüfung, Wiedereinlagerung und oft eine Gutschrift von Hand. Wo der Ablauf nicht abgebildet ist, dauert er länger als der Verkauf selbst. Die wirksamste Massnahme liegt allerdings davor: Beschreibungen, Masse und Bilder, die so genau sind, dass weniger zurückkommt.