11KI & Automatisierung

Prozessautomatisierung für Schweizer KMU: Abläufe, die durchlaufen

Zwischen zwei Systemen sitzt fast immer ein Mensch mit Kopieren und Einfügen. Wir verbinden die Systeme so, dass der Ablauf durchläuft — und der Mensch nur noch dort steht, wo es etwas zu entscheiden gibt.

Dauer
Erster Ablauf produktiv in drei bis sechs Wochen
Standort
Umsetzung aus Zug, Betrieb wahlweise auf eigener Infrastruktur
Betreuung
Überwachung der Läufe, Fehler werden gemeldet statt gesammelt

Was Prozessautomatisierung umfasst

Prozessautomatisierung verbindet Systeme so, dass ein Geschäftsablauf ohne Zwischenschritte von Hand durchläuft: vom Formular in die Datenbank, vom Lead ins CRM, von der Bestellung in die Buchhaltung. Hesq baut solche Abläufe für Schweizer KMU mit Schnittstellen, Regeln und Überwachung — mit KI dort, wo etwas verstanden werden muss, und ohne, wo eine Regel genügt.

Was sich zwischen den Systemen ändert

  • Situation heute

    Ein Formulareingang wird gelesen, ins CRM übertragen und danach per E-Mail bestätigt — von Hand.

    Zielbild

    Der Eingang landet im CRM, die Bestätigung geht raus, die Zuständige bekommt eine Aufgabe.

  • Situation heute

    Der Monatsbericht entsteht aus drei Exporten und einer Tabelle, immer am selben Nachmittag.

    Zielbild

    Der Bericht liegt am Ersten im Postfach, aus denselben Quellen, ohne Nachmittag.

  • Situation heute

    Freigaben laufen per E-Mail und versanden, wenn jemand in den Ferien ist.

    Zielbild

    Freigaben haben einen Ort, eine Frist und eine Vertretung.

  • Situation heute

    Dass eine Übertragung seit Dienstag nicht mehr läuft, merkt am Freitag die Buchhaltung.

    Zielbild

    Ein fehlgeschlagener Lauf meldet sich sofort, mit dem Datensatz, an dem er hängt.

Was zur Prozessautomatisierung gehört

  • 01

    Den Ablauf aufnehmen, bevor er automatisiert wird

    Der beschriebene Ablauf und der tatsächliche sind selten derselbe. Wir gehen ihn mit den Personen durch, die ihn ausführen, und halten fest, was wirklich passiert — samt der Ausnahmen, die nirgends stehen. Was sich dabei als überflüssig erweist, wird gestrichen. Einen überflüssigen Schritt zu automatisieren heisst, ihn dauerhaft festzuschreiben.

  • 02

    Schnittstellen zwischen bestehenden Systemen

    CRM, ERP, Buchhaltung, Zeiterfassung, Microsoft 365 und die Website haben in aller Regel eine Schnittstelle oder verstehen Webhooks. Wir verbinden sie in einer klaren Richtung: Ein System führt den Datenbestand, die anderen lesen. Wo eine Schnittstelle fehlt, bauen wir eine — und dokumentieren sie, damit sie nicht beim nächsten Wechsel wieder zur Blackbox wird.

  • 03

    Regeln, Freigaben und Fristen

    Ein Ablauf besteht nicht nur aus Übertragungen, sondern aus Entscheidungen: ab welchem Betrag jemand freigeben muss, wer vertritt, was nach drei Tagen ohne Antwort passiert. Diese Regeln schreiben wir aus und bilden sie ab. Der Nebeneffekt ist oft der grössere Gewinn — viele Betriebe wissen erst danach, wie ihre Freigaben eigentlich geregelt sind.

  • 04

    Reporting ohne Nachmittagsarbeit

    Wiederkehrende Auswertungen sind der einfachste Einstieg: Die Daten sind da, der Weg ist bekannt, und die Arbeit ist jeden Monat dieselbe. Wir bauen den Bericht so, dass er zur festgelegten Zeit erscheint, aus den Quellsystemen zieht und bei fehlenden Daten meldet statt eine Lücke als Null auszuweisen.

  • 05

    Überwachung und Fehlerfälle

    Eine Automatisierung, die niemand überwacht, ist ein Risiko mit Zeitzünder. Jeder Lauf wird protokolliert, jeder Fehlschlag meldet sich mit dem Datensatz, an dem er hängt, und für jeden Ablauf ist festgelegt, wer die Meldung bekommt. Wiederholungen laufen kontrolliert — ein blindes Wiederholen erzeugt sonst zehn Buchungen statt einer.

Drei Fälle aus der Praxis

Vom Kontaktformular ins CRM und zurück

  1. Festlegen, welche Felder das CRM braucht — und das Formular auf genau diese kürzen.
  2. Den Eingang übertragen, Dubletten anhand von E-Mail und Telefonnummer erkennen.
  3. Bestätigung an die anfragende Person und Aufgabe an die zuständige Person auslösen.
  4. Prüfung durch Mensch: Bei erkannter Dublette wird nicht zusammengeführt, sondern vorgelegt.
  5. Fehlgeschlagene Übertragungen sammeln sich in einer Liste, die täglich jemand ansieht.

Bestellungen laufen in die Buchhaltung

  1. Die Belegarten und Konten klären, auf die gebucht wird, mit der Treuhand statt ohne sie.
  2. Die Übertragung bauen, inklusive Stornos und Teillieferungen — nicht nur des Normalfalls.
  3. Einen Abgleich einrichten, der täglich prüft, ob Bestellungen und Buchungen zusammenpassen.
  4. Prüfung durch Mensch: Abweichungen werden gemeldet und entschieden, nie automatisch korrigiert.
  5. Nach dem ersten Monatsabschluss mit der Treuhand durchgehen, was noch von Hand nachgearbeitet wurde.

Ein monatlicher Bericht entsteht von selbst

  1. Bestimmen, welche Entscheidungen der Bericht stützt — und welche Zahlen dafür nötig sind.
  2. Die Quellen anbinden und die Berechnung einmal sauber ausschreiben.
  3. Den Bericht zur festgelegten Zeit erzeugen und an den festgelegten Kreis ausliefern.
  4. Prüfung durch Mensch: Die ersten drei Ausgaben werden gegen die alte Handrechnung gehalten.
  5. Fehlende Quelldaten führen zu einer Meldung, nicht zu einer stillen Null im Bericht.

So läuft die Zusammenarbeit

Sechs Schritte, die auf jedem Projekt gleich heissen. Bei der Prozessautomatisierung entscheidet Discover mehr als alles danach: Was der Ablauf tatsächlich tut, weiss selten jemand vollständig.

  • 01Discover

    Wir sehen uns an, was heute passiert, wo es hakt und woran der Erfolg gemessen wird.

  • 02Design

    Struktur, Gestaltung und Ablauf werden festgelegt, bevor gebaut wird — und mit Ihnen abgestimmt.

  • 03Build

    Umsetzung in kurzen Schritten, jederzeit auf einer Vorschau-Umgebung ansehbar.

  • 04Integrate

    Anbindung an das, was schon da ist: Domain, Konten, CRM, Buchhaltung, Analyse.

  • 05Measure

    Nach dem Start wird gemessen, was die Lösung leistet — nicht geschätzt.

  • 06Improve

    Was die Messung zeigt, fliesst zurück in die Arbeit. Ein System ist nie fertig, nur stabil.

Was Prozessautomatisierung nicht ist

  • Prozessautomatisierung ist keine KI. Ein Ablauf, der Daten von A nach B bringt und dabei Regeln befolgt, braucht kein Sprachmodell — er braucht eine Schnittstelle und eine Überwachung.

    KI kommt dort dazu, wo etwas gelesen oder eingeordnet werden muss. Das beschreibt die KI-Automatisierung

  • Ein automatisierter Ablauf ist kein Agent. Er folgt einem festen Weg, den jemand vorher festgelegt hat, und wählt ihn nicht selbst.

    Systeme, die den Weg selbst wählen, beschreibt die Seite zu KI-Agenten

  • Prozessautomatisierung ist keine neue Software. Wenn ein Ablauf eine eigene Oberfläche und eigene Daten braucht, ist er kein Fall für Schnittstellen zwischen Bestehendem.

    Dann geht es um eine Webapplikation

  • Automatisierung ersetzt keine Entscheidung, die aus gutem Grund bei einem Menschen liegt — Freigaben, Ausnahmen, Kulanz.

    Diese Stellen werden ausdrücklich als Prüfschritt gebaut, nicht wegoptimiert.

Womit gearbeitet wird

  • n8n

    Ablaufmotor mit sichtbaren Schritten, selbst betreibbar — die Daten bleiben, wo sie sollen.

  • REST und Webhooks

    Der übliche Weg zwischen zwei Systemen: ereignisgesteuert statt im Minutentakt abgefragt.

  • Microsoft 365

    Postfach, Kalender, Dateien und Freigaben — meist schon da und anbindbar.

  • PostgreSQL

    Der Ort für Zwischenstände und Protokolle, wenn ein Ablauf nachvollziehbar bleiben muss.

Die Technologie richtet sich nach dem Ablauf, nicht umgekehrt. Ein Werkzeug, das den Ablauf nicht abbildet, wird nicht gebogen — dann ist es das falsche.

Häufige Fragen zur Prozessautomatisierung

  • Welcher Prozess eignet sich als erster?

    Am besten einer, der oft vorkommt, wenige Ausnahmen kennt und heute sichtbar Zeit kostet — Formulareingänge, wiederkehrende Berichte, Übertragungen zwischen zwei Systemen. Ein Ablauf mit vielen Sonderfällen ist der schlechtere Einstieg, weil die Sonderfälle den Aufwand bestimmen und der Nutzen sich hinten anstellt. Der erste Ablauf soll beweisen, dass es funktioniert.

  • Was ist der Unterschied zur KI-Automatisierung?

    Prozessautomatisierung sorgt dafür, dass Daten und Aufgaben zuverlässig zwischen Systemen laufen; die Regeln stehen vorher fest. KI-Automatisierung kommt ins Spiel, wenn ein Schritt Verstehen erfordert — eine Anfrage einordnen, einen Freitext auswerten, eine Antwort entwerfen. Viele Abläufe brauchen beides: die Übertragung als Regel, den einen unklaren Schritt mit einem Modell.

  • Was passiert, wenn ein Lauf fehlschlägt?

    Der Lauf hält an, wird protokolliert und meldet sich bei der festgelegten Person, mit dem Datensatz, an dem er hängt. Wiederholt wird kontrolliert und nicht blind — ein blindes Wiederholen erzeugt aus einer Buchung zehn. Diese Vorkehrungen sind der Teil, den fertige Automatisierungsdienste gerne weglassen, und der Grund, warum Abläufe dort still ausfallen.

  • Müssen wir dafür unsere Software wechseln?

    In den meisten Fällen nicht. Die verbreiteten Systeme für CRM, Buchhaltung und Zeiterfassung haben Schnittstellen, und darum geht es. Ein Wechsel steht erst zur Debatte, wenn ein System gar keinen Weg nach draussen bietet — dann ist die fehlende Schnittstelle allerdings selten das einzige Problem.

  • Wie viel Zeit spart das tatsächlich?

    Das lässt sich nur für den konkreten Ablauf beantworten, und die Rechnung machen wir vorher: Wie oft läuft er, wie lange dauert er heute, was bleibt an Prüfung übrig. Wo die Rechnung nicht aufgeht, sagen wir es. Eine Automatisierung, die zwanzig Minuten im Monat spart und laufend betreut werden muss, ist ein Verlustgeschäft mit besserem Gefühl.


Wo sitzt bei Ihnen jemand zwischen zwei Systemen?

Nennen Sie uns die beiden Systeme und den Ablauf dazwischen. Wir sagen Ihnen, ob sich die Verbindung rechnet — und was sie ungefähr kostet.

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