07Web & Entwicklung

Webapplikation entwickeln lassen: Portale, Dashboards, interne Tools

Manche Aufgaben lassen sich nicht mit einer Website lösen und nicht mit einer weiteren Tabelle. Sie brauchen eine Anwendung: mit Login, mit Rollen, mit eigenen Daten — erreichbar im Browser, ohne dass jemand etwas installieren muss.

Dauer
Erste nutzbare Version in acht bis zwölf Wochen
Standort
Entwicklung in Zug, Betrieb auf Wunsch in der Schweiz
Betreuung
Weiterentwicklung in Zyklen, nicht Projektende

Was eine Webapplikation ist

Eine Webapplikation ist eine Anwendung, die im Browser läuft und mit Daten arbeitet, statt Inhalte zu zeigen: Anmeldung, Rollen, Eingaben, Auswertungen, Verläufe. Hesq baut solche Anwendungen für Schweizer KMU — Kundenportale, Mitarbeiterportale, Dashboards, Reporting- und Buchungssysteme — dort, wo Standardsoftware den Ablauf nicht trifft und eine Tabelle ihn nicht mehr trägt.

Was sich an den täglichen Handgriffen ändert

  • Situation heute

    Die zentrale Tabelle liegt auf einem Laufwerk und ist jeden Montag von zwei Personen gleichzeitig geöffnet.

    Zielbild

    Alle arbeiten in derselben Anwendung, jede Änderung ist nachvollziehbar und niemand überschreibt jemanden.

  • Situation heute

    Kundinnen und Kunden fragen per E-Mail nach dem Stand, und jemand sucht die Antwort zusammen.

    Zielbild

    Der Stand steht im Portal; die Rückfragen fallen weg, weil die Antwort schon da ist.

  • Situation heute

    Auswertungen entstehen einmal im Monat von Hand und sind fertig, wenn sie nicht mehr aktuell sind.

    Zielbild

    Das Dashboard zeigt die Zahlen laufend, aus denselben Daten, mit denen gearbeitet wird.

  • Situation heute

    Für jede Auswertung, die nicht vorgesehen ist, braucht es eine Anfrage beim Softwareanbieter.

    Zielbild

    Was ausgewertet werden soll, entscheiden Sie — die Anwendung gehört Ihnen.

Was zu einer Webapplikation gehört

  • 01

    Anmeldung, Rollen und Rechte

    Sobald mehrere Personen mit unterschiedlichen Aufgaben in derselben Anwendung arbeiten, entscheidet die Rechteverwaltung über Nutzen und Risiko. Wir legen Rollen entlang der tatsächlichen Zuständigkeiten an, nicht entlang des Organigramms, und binden die Anmeldung dort an, wo die Konten schon liegen — häufig Microsoft 365. Ein zweiter Satz Passwörter ist die häufigste Ursache für Passwörter auf Zetteln.

  • 02

    Kunden- und Mitarbeiterportale

    Ein Portal nimmt Arbeit ab, indem es Auskunft gibt, ohne dass jemand sie erteilen muss: Aufträge, Dokumente, Termine, Stände, Rechnungen. Der Nutzen entsteht nicht durch die Menge der Funktionen, sondern dadurch, dass die drei Fragen abgedeckt sind, die täglich per Telefon kommen. Alles Weitere kann später dazu — und kommt erfahrungsgemäss anders, als man es zu Beginn geplant hätte.

  • 03

    Dashboards und Reporting

    Ein Dashboard ist erst dann eines, wenn jede Zahl darauf zu einer Entscheidung führt. Wir klären zuerst, welche Entscheidungen anstehen und wie oft, und leiten daraus ab, welche Kennzahlen es braucht. Die Daten kommen dabei aus den Systemen, in denen sie ohnehin entstehen; eine Zahl von Hand einzutragen macht sie am selben Tag falsch.

  • 04

    Formulare, Buchungen und Abläufe

    Erfassung ist der Teil, den Menschen tun müssen, und deshalb der Teil, der schnell gehen muss: Rapporte, Anfragen, Reservationen, Freigaben. Wir bauen Eingaben so, dass sie auf dem Telefon auf der Baustelle genauso funktionieren wie am Schreibtisch — mit Zwischenspeichern, mit sinnvollen Vorgaben und mit Prüfungen, die vor dem Absenden greifen statt danach.

  • 05

    Betrieb, Sicherung und Datenstandort

    Eine Anwendung mit Geschäftsdaten braucht mehr als einen Server: Sicherungen, die auch zurückgespielt werden können, Protokolle darüber, wer was geändert hat, und eine klare Aussage, wo die Daten liegen. Wo das Schweizer Datenschutzgesetz oder eine Kundenanforderung es verlangt, betreiben wir die Anwendung auf Infrastruktur in der Schweiz.

Drei Fälle aus der Praxis

Ein Handwerksbetrieb erfasst Rapporte auf der Baustelle

  1. Aufnehmen, was heute auf Papier steht und wo es später doppelt erfasst wird.
  2. Ein Formular bauen, das auf dem Telefon in unter zwei Minuten ausgefüllt ist, auch ohne Empfang.
  3. Die Rapporte an die Auftragsverwaltung anschliessen, damit die Übertragung entfällt.
  4. Prüfung durch Mensch: Die Bauleitung gibt frei, bevor ein Rapport in die Verrechnung geht.
  5. Nach vier Wochen im Betrieb nachfragen, was fehlt — nicht nach vier Monaten.

Ein Kundenportal ersetzt die Statusanfragen

  1. Die drei Fragen sammeln, die am häufigsten per Telefon oder E-Mail kommen.
  2. Genau diese drei im Portal beantworten, mit Anmeldung und auf den Kunden beschränkter Sicht.
  3. Dokumente und Rechnungen dort ablegen, wo sie ohnehin entstehen, statt sie zu versenden.
  4. Prüfung durch Mensch: Vor dem Start festlegen, welche Angaben ein Kunde sehen darf und welche nicht.
  5. Messen, ob die Anfragen zurückgehen; wenn nicht, war es die falsche Frage.

Aus einer gewachsenen Tabelle wird eine Anwendung

  1. Die Tabelle auseinandernehmen: Was ist Datenbestand, was Berechnung, was reine Gewohnheit.
  2. Den Datenbestand in eine Datenbank überführen und die Regeln dabei ausschreiben.
  3. Eine erste Version bauen, die nur das kann, was die Tabelle heute wirklich leistet.
  4. Prüfung durch Mensch: Ergebnisse aus Anwendung und Tabelle einen Monat parallel vergleichen, bevor umgestellt wird.
  5. Erst danach ergänzen, was in der Tabelle nie möglich war.

So läuft die Zusammenarbeit

Sechs Schritte, die auf jedem Projekt gleich heissen. Bei einer Anwendung wird früh gebaut und früh benutzt: Was gebraucht wird, zeigt sich im Gebrauch und nicht im Konzept.

  • 01Discover

    Wir sehen uns an, was heute passiert, wo es hakt und woran der Erfolg gemessen wird.

  • 02Design

    Struktur, Gestaltung und Ablauf werden festgelegt, bevor gebaut wird — und mit Ihnen abgestimmt.

  • 03Build

    Umsetzung in kurzen Schritten, jederzeit auf einer Vorschau-Umgebung ansehbar.

  • 04Integrate

    Anbindung an das, was schon da ist: Domain, Konten, CRM, Buchhaltung, Analyse.

  • 05Measure

    Nach dem Start wird gemessen, was die Lösung leistet — nicht geschätzt.

  • 06Improve

    Was die Messung zeigt, fliesst zurück in die Arbeit. Ein System ist nie fertig, nur stabil.

Wann eine Webapplikation die falsche Antwort ist

  • Eine Website ist keine Webapplikation. Wer Inhalte zeigt, Vertrauen aufbaut und zu einer Anfrage führen will, braucht kein Login und keine Datenhaltung.

    Marketing- und Firmenwebsites baut die Webentwicklung

  • Eine Webapplikation ist ein Anwendungstyp, keine Antwort auf jede Softwarefrage. Manches gehört nicht in den Browser, sondern in eine Schnittstelle, einen Dienst oder eine bestehende Plattform.

    Die übergeordnete Frage — was überhaupt gebaut werden soll — beantwortet die Softwareentwicklung

  • Wenn zwei bestehende Systeme nur miteinander reden sollen, braucht es keine neue Oberfläche. Eine Anwendung, die niemand öffnet, ist teurer Stillstand.

    Dafür genügt eine Prozessautomatisierung

  • Ein Onlineshop ist keine Webapplikation im hier gemeinten Sinn, auch wenn er technisch eine ist: Sortiment, Zahlung und Versand sind ein eigenes, fertig gedachtes System.

    Das beschreibt E-Commerce

Womit gearbeitet wird

  • Next.js

    Oberfläche und Serverlogik in einem Projekt — weniger bewegliche Teile im Betrieb.

  • TypeScript

    Typen über die ganze Anwendung: Ein Feld, das es nicht gibt, fällt beim Bauen auf.

  • PostgreSQL

    Die Datenbank für Geschäftsdaten, die verlässlich und auswertbar bleiben müssen.

  • Microsoft Entra ID

    Anmeldung über die Konten, die im Betrieb ohnehin schon verwaltet werden.

Die Technologie richtet sich nach dem Ablauf, nicht umgekehrt. Kein Framework ersetzt die Entscheidung, welcher Schritt überhaupt in die Anwendung gehört.

Häufige Fragen zu Webapplikationen

  • Wann reicht WordPress und wann braucht man eine Webapplikation?

    WordPress reicht, solange es um Inhalte geht: Seiten, Beiträge, Bilder, ein Kontaktformular, vielleicht ein kleiner Shop. Sobald Personen sich anmelden, unterschiedliche Dinge sehen sollen, Daten eingeben, die weiterverarbeitet werden, oder Auswertungen entstehen, arbeitet man gegen das System statt mit ihm. Ein Portal aus einem Dutzend Plugins ist möglich — es ist nur bei jedem Update wieder eine offene Frage.

  • Was kostet eine Webapplikation?

    Den Ausschlag geben die Zahl der Rollen, die Zahl der Anbindungen an bestehende Systeme und die Frage, wie viele Sonderfälle der Ablauf kennt. Eine erste nutzbare Version mit einem klar umrissenen Zweck ist deutlich günstiger als eine Anwendung, die von Anfang an alles abdecken soll. Wir schneiden deshalb zuerst zu und rechnen dann.

  • Wem gehören Code und Daten?

    Der Code gehört Ihnen und wird in einem Repository übergeben, auf das Sie Zugriff haben. Die Daten gehören ohnehin Ihnen; wir betreiben die Anwendung, aber wir halten sie nicht fest. Ein Wechsel zu einem anderen Dienstleister ist damit unangenehm, aber möglich — das ist der Unterschied zu einer gemieteten Plattform.

  • Können unsere Daten in der Schweiz bleiben?

    Der Betrieb auf Infrastruktur in der Schweiz ist möglich und bei Personendaten oft die einfachere Antwort gegenüber Kundschaft und Revision. Wir klären zu Beginn, welche Daten anfallen, wer sie sieht und was das Schweizer Datenschutzgesetz dafür verlangt, und wählen den Betriebsort danach — nicht nach dem, was am schnellsten eingerichtet ist.

  • Wie lange dauert es bis zur ersten Version?

    Acht bis zwölf Wochen bis zu einer Version, mit der im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird. Das ist Absicht: Eine Anwendung, die ein halbes Jahr im Entwurf bleibt, wird auf Annahmen gebaut. Was wirklich gebraucht wird, zeigt sich in den ersten Wochen im Gebrauch — und weicht regelmässig von der ersten Anforderungsliste ab.


Gibt es bei Ihnen eine Tabelle, an der zu viel hängt?

Beschreiben Sie uns kurz, was sie tut und wer sie benutzt. Wir sagen Ihnen, ob eine Anwendung sich lohnt — und wo die Grenze liegt, ab der es sich nicht mehr rechnet.

Projekt anfragen